Zu Gast bei den Eispiraten

Motor-Nachwuchs mit einem Mönch beim Eishockey in Crimmitschau

 

Elf Nachwuchs-Fußballer des SV Motor Altenburg waren am Freitag, den 05.02.2016 als „Eispiraten-Fans“ in Begleitung einiger Eltern und Betreuer zum DEL2-Spiel gegen die Heilbronner Falken in den Crimmitschauer Sahnpark gefahren. Kurzfristig hatte die Eispiraten GmbH den Kindern Freikarten für dieses Highlight zur Verfügung gestellt. Dafür möchten wir uns nochmals recht herzlich bedanken.

Zunächst ging es vor dem Spiel, wie geplant, erst einmal zur Einkehr in die gemütliche Gaststätte „Forsthaus“, wo sich vor jedem Spiel eine Eishockey-Experten-Stammtischrunde trifft. Dort wurde ausgiebig über das bevorstehende Spiel und die Nostalgie gefachsimpelt. Natürlich durfte auch ein Experten-Tipp nicht fehlen. Immerhin wurde 16 Mal auf Sieg getippt, wobei sich Nico Rudorf, Lenny Mildner und Yannick Müller als wahre Experten erwiesen. Sie lagen am Ende mit ihrem Tipp genau richtig. Yannik Müller sollte später noch eine besondere Rolle im weiteren Verlauf des Abends einnehmen. Nebenbei wurde auch der bevorstehende „Altenburger Wenzel-Pokal“ der D-Junioren am 21.02.2016 in der Sporthalle „Goldener Pflug“ am Stammtisch ausgelost. Teamleiter Heiko Künzel beorderte gleich acht Spieler zur vermeintlichen Glücksfee. Doch so ganz war das Glück nicht auf Motor´s Seite. Mit RB Leipzig, den FC Carl Zeiss Jena und den FV Blau-Weiß Röhrsdorf, die zuletzt beim Dubai-Cup unter 60 Mannschaften Achte wurden, haben die Altenburger schwere Gegner zugelost bekommen. In der anderen Gruppe trifft der ZFC Meuselwitz auf den 1. FC Magdeburg, Leipziger SC und die SG SSV 1938 Großenstein.

Kurz nach 19:30 Uhr ging es dann ins Eisstadion. Die Eismaschine drehte ihre letzten Runden und die Spannung stieg. Dann stürmten die Eispiraten unter frenetischen Jubel durch eine Feuerfontäne aus dem Spielertunnel auf das Eis. Nach der Vorstellung der „Starting-Six“ ging es los. Crimmitschau übernahm sofort die Initiative, wirkte aber teils nervös und angespannt. Die Scheibe lief nicht wie gewohnt, weil die defensiven Heilbronner auf Zerstören und Kontern aus waren. Nach einem dieser Konter schlug es dann auch das erste Mal hinter Ryan Nie im Piraten-Tor ein, 0:1. Auf der Gegenseite wollte der Puck nicht ins Netz. Pfosten und Pech verhinderten dies.

In der ersten Drittelpause mussten sich die kostümierten Zuschauer im Spielertunnel zur Vorauswahl der „Kostümpremierung“ treffen. Das Spiel wurde vom Verein als „Faschings-Spiel“ auserkoren. Alle kostümierten Zuschauer erhielten freien Eintritt. Unter den drei Auserwählten war mit seinem Mönchskostüm auch Motor-Spieler Yannik Müller. Die Entscheidung wer das beste Kostüm trägt fällte das objektive und sachkundige Publikum in der nächsten Drittelpause.  

Im zweiten Drittel glich Crimmitschau schon nach wenigen Sekunden aus. Ex-Nationalspieler John Tripp fälschte einen Schlagschuss unhaltbar ab. Doch Heilbronn schlug in Überzahl zurück und wieder lagen die Eispiraten zurück. Kapitän Andre Schietzold gelang ebenfalls in Überzahl wieder Ausgleich. Mit dem 2:2 ging es in die zweite Drittelpause.

Nun folgte der große Auftritt von Yannik Müller. Unter großem Jubel setzte er sich bei der Zuschauer-Abstimmung gegen einen „Soldaten“ und einen „Pinguin“ durch. Als Preis gab es eine Freikarte für das nächste Spiel und einen Einkaufs-Gutschein für den Fan-Shop. Der wurde nach dem Spiel selbstverständlich noch eingelöst.

Im letzten Drittel wollten die Eispiraten nun den Sieg und schnürten die Gäste in deren Drittel ein. Der Lohn für das aufopferungsvolle Spiel war schließlich das verdiente Siegtor durch Daniel Bucheli, der einen Schuss von John Tripp verlängerte. Als Heilbronn in den Schlusssekunden noch den Torwart für einen sechsten Feldspieler heraus nahm, machten die Eispiraten noch einen vierten Treffer, der aber leider eine Sekunde zu spät hinter die Torlinie rutschte. Somit blieb es beim wichtigen 3:2-Sieg.

Ein schöner Event-Tag hatte somit das richtige Ende gefunden. Einige Motor-Spieler werden auf jeden Fall wiederkommen…       

 

Steffen Dieg

 

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 Eispiraten schlagen Heilbronn mit 3:2

Westsachsen mit Pflichtsieg gegen Tabellenletzten

 

Die Eispiraten Crimmitschau haben ihre heutige Partie gegen die Heilbronner Falken mit 3:2 für sich entschieden. Vor 2.162 Zuschauern im Crimmitschauer Sahnpark konnten die Westsachsen weitere wichtige 3 Punkte im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze einfahren und bleiben somit weiterhin auf dem 10. Tabellenplatz. John Tripp, André Schietzold und Daniel Bucheli konnten sich für die Pleißestädter in die Torschützenliste eintragen. 

Die Eispiraten versuchten von Beginn an das Spiel zu kontrollieren und gute Tormöglichkeiten zu kreieren. John Tripp hatte nach 6 Minuten die erste große Chance für die Gastgeber. Sein Schuss landete allerdings nur am Pfosten. Die Westsachsen erarbeiteten sich mit der Zeit immer mehr Spielanteile und verpassten es, nach guten Chancen von Alexander Höller und Dominic Walsh in Führung zu gehen. Die Heilbronner Falken versuchten hingegen immer wieder über gefährliche Konter zu Torerfolgen zu kommen. Durch einen Treffer von Adam Brace konnten die Falken dann nach 16 Minuten etwas überraschend 0:1 in Führung gehen. Kurz vor der Drittelpause verpassten es Eric Lampe und Patrick Pohl das Spiel auszugleichen. Somit mussten die Crimmitschauer mit einem knappen Rückstand den Gang in die Kabinen antreten.

Die Hausherren starteten perfekt in das 2. Drittel. Nur 32 Sekunden nach Wiederbeginn konnte John Tripp den Puck nach Vorarbeit von André Schietzold entscheidend zum 1:1 abfälschen und brachte die Eispiraten somit zurück ins Spiel. Die Crimmitschauer blieben danach am Drücker, aber sowohl Dominic Walsh als auch Eric Lampe konnten den Puck nicht über die Torlinie befördern. Die Falken dagegen zeigten sich einmal mehr kaltschnäuzig und gingen mit ihrer ersten großen Chance im 2. Durchgang, erneut durch Adam Brace, wieder in Führung. Die Eispiraten bestimmten aber weiterhin die Partie und konnten nach einer weiteren ausgelassenen Torchance von Eric Lampe dann erneut ausgleichen. 2 Minuten vor Drittelende hämmerte Mannschaftskapitän André Schietzold die Scheibe nach gutem Zuspiel von Julkunen per Schlagschuss in die Maschen des Gästetores und erzielte somit den verdienten Ausgleich. Mit dem Spielstand von 2:2 verabschiedeten sich beide Mannschaften dann auch in die 2. Drittelpause.

Zurück auf dem Eis bauten die Gastgeber aus Crimmitschau sofort wieder Druck auf und legten alles in die Waagschale, um gegen die defensiv clever agierenden Falken den ersehnten Führungstreffer zu markieren. Gute Chancen durch Dominic Walsh und Alexander Höller blieben vorerst aber ohne Ertrag. Es dauerte bis zur 51. Spielminute ehe die Eispiraten das Tor zum 3:2 erzielen konnten. Nach einem straffen Schlagschuss von John Tripp fälschte Daniel Bucheli das Spielgerät unhaltbar für Peter Holmgren ab und brachte die Westsachsen erstmals in Front. Im Anschluss waren die Mannen von Trainer Chris Lee weiter spielbestimmend und blieben vor dem Kasten der Gäste weiter torgefährlich. Ein guter Schussversuch von Bruce Becker kurz vor dem Ende der Partie landete jedoch nur an der Latte. Nach der Schlusssirene konnten die Eispiraten somit einen verdienten, aber auch hart erarbeiteten Sieg feiern und bleiben weiterhin auf dem letzten zu vergebenen Pre-Playoff-Platz der Tabelle.

Quelle: www.eispiraten-crimmitschau.de

Aufstellung:

Eispiraten Crimmitschau
Tor: Ryan Nie (Niklas Deske) – Abwehr: Ty Wishart, Dominic Walsh, André Schietzold, Philipp Halbauer, Danny Pyka, Jan Tramm – Angriff: Collin Lejdborg, Alexander Höller, Vincent Schlenker, John Tripp, Daniel Bucheli, Eric Lampe, Patrick Pohl, Olli Julkunen, Christoph Kabitzky, Bruce Becker

Heilbronner Falken
Tor: Peter Holmgren (Hannibal Weitzmann) – Abwehr: Fabian Krull, David Hajek, Daniel Haase, Steven Bär, Thomas Gödtel – Angriff: Matthias Forster, Tom Fiedler, Brad Schell, Marvin Krüger, Adam Brace, Dustin Ketzler, Richard Gelke, Markus Eberhardt, Carsten Gosdeck

 

Torfolge: 

0:1 (15:36) Adam Brace (Brad Schell, Thomas Gödtel) 4-4

1:1 (20:32) John Tripp (Andre Schietzold, Alexander Höller)

1:2 (31:10) Adam Brace (Brad Schell, Richard Gelke) PP1 5-4

2:2 (37:55) Andre Schietzold (Olli Julkunen, Eric Lampe) PP1 5-4 

3:2 (50:26) Daniel Bucheli (John Tripp, Alexander Höller)

Strafen:

Eispiraten Crimmitschau – 8 Minuten
14:37 – 2 Min. – Alexander Höller (Haken)
21:20 – 2 Min. – Eric Lampe (Haken)
29:57 – 2 Min. – Alexander Höller (Beinstellen)
33:48 – 2 Min. – Alexander Höller (Stockcheck)

Heilbronner Falken – 8 Minuten
02:58 – 2 Min. – David Hajek (Haken)
14:58 – 2 Min. – Richard Gelke (Haken)
33:48 – 2 Min. – Matthias Forster (Stockcheck)
36:01 – 2 Min. – Richard Gelke (Haken)

Zuschauer: 2.162 

Schiedsrichter: Felix Winnekens (Patrick Laguzov, Jan Lamberger)

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ZU GAST BEI DEN EISPIRATEN

Eishockey ist eine Mannschaftssportart, die mit fünf Feldspielern und einem Torwart auf einer etwa 60 m langen und 30 m breiten Eisfläche gespielt wird. Ziel des Spiels ist es, das Spielgerät, den Puck, eine kleine Hartgummischeibe, in das gegnerische Tor zu befördern.

Der Eishockeysport entstand zwischen 1840 und 1875 in Kanada, wo britische Soldaten das schottische Shinty auf Schnee und Eis spielten. Die Bezeichnung Hockey kommt aus dem Französischen und bedeutet etwa „krummer Stock“.

Eishockey ist durch die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) international organisiert. Der Weltverband hat bis heute 64 Mitgliedsverbände. Als spielerisch beste Eishockeyliga der Welt gilt die nordamerikanische National Hockey League (NHL).

Der ETC Crimmitschau ist ein sächsischer Eishockey- und Tennisverein, der bis zur Neugründung nach der politischen Wende als EHC Crimmitschau um die DDR-Meisterschaften im Eishockey mitspielte. Die 2007 gegründeten „Eispiraten“ sind eine als Gesellschaft mit beschränkter Haftung ausgegliederte Profimannschaft des ETC Crimmitschau, welche derzeit in der 2. Bundesliga spielt. Unter dem Stammverein ETC Crimmitschau e. V. wird der Spielbetrieb der Nachwuchs- und Damenmannschaften sowie der Tennisabteilung organisiert.

Die Vereinsfarben sind traditionell rot-weiß, in den letzten Jahren kam zunehmend schwarz hinzu. Die Spielstätte ist das Kunsteisstadion im Sahnpark.